Urs Krucker, Y&R Group, diskutierte am 19.03.2012 zum Thema „Prestigemarken“ in der DRS 1-Sendung Treffpunkt. Podcast.
Das Bedürfnis nach Prestige ist ein starker Konsum-Motor, insbesondere von Luxusgütern. Eine Marke mit Prestige erlaubt es Konsumenten, ihren gesellschaftlichen Wert nach aussen zu zeigen und sich gegenüber anderen Konsumenten abzugrenzen. Im Marketing spricht man mit Bezug auf Prestige-Marken deshalb auch häufig von Positionierungsgütern. Der Wert der Marke wird dadurch bestimmt, wer sie besitzt bzw. wer sie nicht besitzt.
Gemäss BrandAssetTM Valuator, der grössten Marken- und Konsumentenstudie, haben diese 20 Marken für Herr und Frau Schweizer am meisten Prestige.
Dabei fällt auf: Die 20 prestigereichsten Marken kommen ausschliesslich aus den Bereichen Automobil, Uhren/Schmuck und Fashion und charakterisieren sich durch folgende Gemeinsamkeiten: Sie sind differenziert, nicht alltäglich, polarisierend, elitär und geheimnisvoll.
Wenn Sie das Bedürfnis der Konsumenten nach Prestige für Ihr Marketing nutzen wollen, dann beachten Sie folgende Punkte:
- Zielgruppe: Definieren Sie nicht nur eine Käufer-Zielgruppe für ihre Prestige-Marke, sondern auch eine Zielgruppe, die Sie ganz klar nicht als Kunden haben wollen.
- Sichtbarkeit: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kunden auch von jenen gesehen werden, die sich Ihr Produkt nicht leisten können.
- Preis: Der Preis ist nicht mehr nur der Betrag, den Sie für Ihr Produkt verlangen. Der Preis wird zum Positionierungsinstrument.
- Exklusivität: Es kommt nicht auf den greifbaren Nutzen Ihres Produkts an. Das soziale Prestige Ihrer Kunden steigt, wenn sie in ihrem Umfeld zu den wenigen gehören, welche Ihr Produkt überhaupt geniessen können.

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